... und das haben Sie leider verpasst:

Unser Peter Oram [Pi:t] war mal wieder mit Block und gespitzten Stift im KaKuze, als Zuhörer und -schauer bei HAIDT THE WOLF.
Es hat ihm wohl gefallen. Hier sein fachmännisches Urteil:
Am 28.5.17 hatten die Besucher des Kakuze das große Glück, zum 2. Mal seit letztem Jahr den Gitarristen Wolfgang Netzer zu erleben. Wie ein Chamäleon, das sich nahtlos seiner Umgebung anpasst, gleicht sich Netzer seinem jeweiligen künstlerischen Partner an, egal ob er mit dem...weltbekannten Sarod-Spieler Ranajit Sengupta auftritt, Projekte der berühmten Tierforscherin und Ökologin Jane Goodall musikalisch begleitet oder, wie in diesem Fall, im Duo mit der jungen, aber schnell aufsteigenden Jazzsängerin Amelie Haid sein beeindruckendes Können beiträgt.
Obwohl Amelie Haid z.Zt. vor dem Abschluss ihres Musikstudiums an der Hochschule für Musik und Theater München im Hauptfach Jazzgesang steht, kann man sie keineswegs als unerfahrene Anfängerin bezeichnen. Schon mit dem ersten Song, dem Sting-Hit "Message in a Bottle", überzeugte sie mit ihrer warmen, geschmeidigen Stimme, die sowohl bei ganz leisen Passagen als auch bei dramatischen Höhepunkten nie aus den Fugen gerät. Als Jazzsängerin bot sie in diesem Konzert kein Jazzprogramm, sondern eher Songs aus der Rockmusik der späten 60er Jahre.
Vor allem im ersten Song zeigt sie auch eine besondere Begabung für den Scat-Gesang, wobei sie ihn nicht als Basis eines separaten Abschnitts, sondern hier wie auch in anderen Songs als Mittel benutzt, um die Musik aus der Spannung eines Fortissimo-Höhepunkts wie siedendes Wasser in Dampf aufzulösen.
Wolfgang Netzers Gitarrenspiel – ob im Finger-Style oder mit Pick – ist immer beeindruckend. Dank seines hochentwickelten rhythmischen Gefühls fühlt er sich in den im Westen selten benutzten asymmetrischen Rhythmen wie Sieben-, Elf- oder Dreizehnachteltakten ebenso zuhause wie der durchschnittliche Musikhörer in dem Viervierteltakts eines Popsongs. Obwohl solche Rhythmen eher in seinen Eigenkompositionen
vorkommen, tauchte ihre schräge Energie auch in den bekannteren Songs im Hauptteil des Programms auf. Sein Sound ist erstaunlich resonant, ermöglicht durch das häufige Einbeziehen der leeren Saiten in seine Akkordauswahl, noch gesteigert durch den Gebrauch seiner sieben- bzw. zwölfsaitigen Gitarre. Die letztere benutzte er auch noch dazu, virtuose, ausgedehnte und oktavierende Solos aufzubauen.
Die übrigen Songs dieses kontrastfreudigen, aber sich doch perfekt ergänzenden Duos waren den Zuschauern meist vertraut, z.B. Procol Harums Whiter Shade of Pale, Stings Englishman in New York, Neil Youngs Old Man, Bruce Springsteens Born to be Wild. A Day in the Life der Beatles bildete das schmetternde Finale des Konzerts.
Der 500 Jahre alte Holzschnitt von Albrecht Dürer stellt ein aus Indien stammendes Panzernashorn dar, das 1515 nach Lissabon gelangt war und von dort noch im selben Jahr auf die Reise nach Rom geschickt wurde, wo es nach einem Schiffbruch nicht lebend ank
Die KaKuzeTheaterCompany hat soeben mit den Proben zu
DIE NASHÖRNER von Eugène Ionesco
begonnen.
Die Premiere ist für den 24. November geplant,
weitere Aufführungen am 25., 26. November, 1., 2. und 3. Dezember
Eine witzig-komische und doch poetische Groteske über eine Gesellschaft im Wandel, die das Menschsein aufgibt, um zu jedem Preis zu neuer Identität zu gelangen.

Der 500 Jahre alte Holzschnitt von Albrecht Dürer stellt ein aus Indien stammendes Panzernashorn dar, das 1515 nach Lissabon gelangt war und von dort noch im selben Jahr auf die Reise nach Rom geschickt wurde, wo es nach einem Schiffbruch nicht lebend ankam. Dürer hatte das Nashorn selbst nie gesehen; der Holzschnitt basierte auf einer Beschreibung und der Skizze eines unbekannten Künstlers, der das Tier in            Augenschein genommen hatte.

bitte anklicken: Die Wiederkehr der Nashörner

Was das KaKuze darüber hinaus zu bieten hat: Bitte lesen Sie weiter unter DAS PROGRAMM! 

Vorschläge, Anregungen, konstruktive Kritik, Ideen bitte an wolf@kakuze.de

Das Denis Cuní Rodriguez-Quartett begeisterte am 12. Mai im Katzwanger Kulturzentrum.
Der Sound der charismatischen Band überzeugt ohne Ausnahme sowohl durch Frische, Authentizität, vor allem durch improvisatorische Vielfältigkeit und technische Brillanz. Auf jede billige Effekthascherei wurde konsequent verzichtet. Der quirlige Pianist Alberto Diaz (Cuba), der in sich ruhende Bassist Felipe Andrade (Equador) und der sensible Schlagzeuger Christian Langpeter (Deutschland) weben d...en erlesenen Klangteppich, den Denis Cuní Rodrigues (Cuba) mit der Posaune in traumhafte Klangsphären steuert. Melodisch und abwechslungsreich laden die jungen Instrumentalisten, denen es eine offensichtliche Lust im besten Sinne des Wortes, ist, Musik zu machen, zu einer mentalen Reise in die Karibik und zum entspannten Zuhören ein. Auch wenn der Sound durchaus auch tanzbar ist, allein es fehlte der Platz, denn das KaKuze platzte fast aus seinen Nähten. Ihr seid echt ein beindruckendes Kollektiv. Danke Jungs für diesen rundum tollen Abend! wbh
Kommentar von Chris Langpeter: "Es war magisch !"

 

 

Tja, ihr lieben Leute, die Ihr am 24. März bei diesem exquisiten Konzert von BOOGILICIOUS nicht dabei sein konntet, hier nun der Konzertbericht von der kompetentesten Stelle! Es schreibt Peter Oram
Von den vielen verschiedenen Metamorphosen, in denen Boogilicious erscheint – als Duo, Trio, Quartett, war es die Duo-Variante, die am letzten Freitag im Kakuze aufspielte. Aber man sollte daraus nicht schließen, dass dies die Aschenbrödel-Version war, denn je kleiner das Gefäß, umso konzentrierter der Inhalt. Die einfache Kombination von Klavier und Schlagzeug ermöglicht die Darbietung von Boogie in ihrer reinsten Form, unter der Bedingung, dass die Musiker dieser Anforderung gewachsen sind, wie es in der Tat an diesem Abend der Fall war. Mit David Herzel und Eeco Rijken Rapp ist man in sicheren Händen. Beide bekamen von sehr früher Kindheit an Klavierunterricht und zwar im klassischen Sinn mit der dazugehörigen Übungsdisziplin und Musiktheorie. Dann aber kam für beide ein "Frühlingserwachen", die Entdeckung der Boogiemusik. Eeko beschreibt seine damaligen Schwierigkeiten, einen Lehrer für dieses Genre zu finden, und als er dann einen fand, wohnte dieser etliche Stunden entfernt und wollte deswegen nichts von ihm wissen. Eeko aber nervte ihn so lange, bis er nachgab, und darauf folgten 10 Jahre intensivster Studien. Auch heute verbringt er die Wochentage mit rigorosem Üben und tritt deshalb größtenteils am Wochenende auf.
Als David Herzel das Schlagzeug entdeckte, war es aus mit dem Klavier, denn er hatte seinen Lebensweg gefunden. Für ihn ist das Schlagzeug kein einfaches Mittel, den Takt zu geben und den Rhythmus zu definieren. Für ihn ist es ein Instrument mit einem Ausdrucksumfang so variabel und nuancefähig wie das Klavier. Die verschiedenen Komponenten seines Drumkits lässt er immer abwechselnd lachen, schmollen, singen, wobei sein Gesichtsausdruck diesen Wechsel widerspiegelt. Ab und zu wirft er sich in Drumsolos, die die perfekte Beherrschung seines Instruments beweisen. Als Höhepunkt dieser Alleingänge steht er auf, löst sich von seinem Schlagzeug und geht auf "walkabout" unter den Zuhörern, sein Solo mit den Trommelschlägeln weiterführend auf Tischkanten, Stuhllehnen, Gläser, Flaschen, Köpfen – was auch immer zur Verfügung steht.
Solche Virtuosität zeigt sich nicht weniger bei Eeko Rijken Rapp, sowohl in seinem hämmernden, von der rechten Hand völlig unabhängigen "walking" Boogie-Bass als auch in seiner perfektionierten "Stride-Piano"-Technik. Letztere ist auch ein Hinweis darauf, dass die Musik des Duos sich nicht dogmatisch auf Boogie beschränkt, sondern sich oft auf Entdeckungsreisen in andere, benachbarte musikalische Stilrichtungen begibt, auf der einen Seite z.B. Ragtime mit seinem strikten Takt und seinen Ursprüngen in der französischen militärischen Marschmusik aus New Orleans, auf der anderen Seite Blues mit seinen Wurzeln in den Arbeitsliedern der aus Afrika stammenden Sklaven mit ihrem breiten emotionalen Spektrum. Als wichtige Vorbilder nennt er Fats Waller, Art Tatum, Jelly Roll Morton und die anderen Größen des frühen Jazzklaviers, aber auch Dave Brubeck und Lionel Hampton haben ihn sehr beeinflusst.
Bei vielen Duos ist es offensichtlich, wer "Anführer" und wer "Begleiter" ist, wer Planet und wer Trabant. Aber bei Boogilicious ist diese Frage sinnlos. Die beiden Künstler sind eine perfekte Symbiose eingegangen, in der aus zwei Musikern eine neue, fröhliche und eigenständige Musik geboren wird.
Im zweiten Teil des Konzert luden die beiden Künstler zwei „Überraschungsgäste“ auf die Bühne Jens Reimann(Mundharmonika) und Peter Oram (E-Bass). Für das Publikum war es unfassbar, dass diese vier, die sich nun spontan die „KaKuze-Blues-Band“ nannten, außer einen kurzen Soundcheck nie mit einander geprobt geschweige denn gespielt hatten.

SCHWABACHER TAGBLATT, 04.04.2017

 

 

 Die Ausstellung mit Bildern von Karl Bloss

Landschaften, Musikszenen und Portraits

ist noch weiterhin zu besichtigen

 

Öffnungszeiten Buchladen: 

Montag: 15:00 bis 18:00 Uhr

Dienstag bis Freitag: 09:30 bis 12:30 Uhr - 15:00 bis 18:00 Uhr

Samstag: 10:00 bis 13:00 Uhr

 

Kontakt:

Telefon: 0911 6370967 (Montag 15.00 - 18.00 Uhr, Dienstag -Freitag 9.30 - 12.30 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr, Samstag 10.00 - 13.00 Uhr)

E-Mail: vorstand@kakuze.de

Adresse: KaKuze, Lausitzerstr. 6, Eingang Kurlandstraße, 90453 Nürnberg-Katzwang

 

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Das Katzwanger Kulturzentrum wird unterstützt von:

 

Malermeister Peter Müller Nürnberg Katzwang